Schlagwort-Archive: DIY

Marmorierte Ostereier

In der Schöner-Wohnen-Ausgabe vom März 2018 hatte ich ziemlich schöne marmorierte Ostereier gesehen. Und eine Anleigung wie sie simpler nicht sein kann. Die Eier werden mit verdünntem Nagellack marmoriert. Das fand ich ökologisch gar nicht vertretbar, Nagellack und Nagellackentferner! Ein Blick in den Schrank meiner Schwägerin hat meine Bedenken zerstreut: zig Gläschen Nagellack in allen Farben und keins mehr im Gebrauch. Aber so richtig überzeugend ist das natürlich nicht. Die Eier sehen aber super aus. Alle die was geworden sind… nicht alle, denn ich habe zunächst den verdünnten Nagellack über die Eier geträufelt, bevor ich sie durchs Wasser gezogen habe. Das funktioniert aber nicht, man muss sie ins Wasser tunken, dann den Nagellack ins Wasser träufeln und danach die Eier mit einer schnellen Drehbewegung durch die Nagellackschlieren ziehen. So stand es auch in der Anleitung – wer lesen kann ist im Vorteil… Die Eier fühlen sich schön glatt an, aber sie müffeln extrem – nach Nagellack.

DSC_4527

Die Anleitung ist ganz leicht:

Weiße Hühnereier auspusten und auf Schaschlikspiesse stecken.

Eine große Schale mit lauwarmem Wasser bereithalten.

Nagellack mit Nagellackentferner verdünnen. Ein aufgespießtes Ei tief ins Wasser tauchen und mit der anderen Hand den verdünnten Nagellack auf die Wasseroberfläche tropfen. Ei vorsichtig durch die Lackschlieren ziehen und gut trockenen lassen. Dafür eine Unterlage beereithalten, an der die Eier nicht festkleben (Ich habe sie einfach auf die Kieselsteine gelegt und auf Bananenblätter, weil die dort gerade herumlagen und ich nicht an die Unterlage gedacht hatte.

Die misslungenen sind trotzdem schön, aber die marmorierten finde ich schöner.

DSC_4609

Noch ein Tip: Für Eier zum Suchen und Essen sind Naturfarben unschlagbar. Was für schöne mattglänzende, satte Farben sie bekommen, ich kann mich gar nicht an ihnen sattsehen.

Bilder dazu vom letzten Jahr: Ostereier färben mit Naturfarben

dsc_7091-e1522351542157.jpg

Dieser Beitrag nimmt an der Blogparade „Gemeinsam durch die Osterzeit“ teil.

Adventskalender

Bisher war ich gegen Adventskalender mit Füllung. Ein Bild für jeden Tag, das musste reichen. Ich wollte nicht einsehen, weshalb die mit Geschenken ohnehin schon Überschütteten auch noch in den Wochen davor jeden Tag „eine Kleinigkeit“ bekommen sollten. Und Süßigkeiten schon mal gar nicht. Als gäbe es davon jetzt nicht schon genug. Dann hat mich meine eigene Unorganisiertheit geschlagen. Ich dachte, ich hätte noch einen Bildchenkalender vom letzten Jahr (da bekam ich einen geschenkt und hatte schon einen besorgt).

Natürlich protestieren meine Mitbewohner regelmäßig gegen die Bildchenkalender. Dabei sind sie sehr schön. Vom Verlag Freies Geistesleben, die kann ich nur empfehlen. Reicht aber nicht. Denn schenkt man meinen Mitbewohnern Glauben, sind sie die einzigen Kinder auf der Welt, die nur einen Kalender mit Bildern haben. Alle anderen bekommen jeden Tag kleine Geschenke. Sehr große kleine Geschenke sogar. Und mindestens Schokolade. Das ist sehr unfair.

Aber dieses Jahr wurde daraus nichts. Ich hatte nämlich keinen Bildchenkalender mehr. Ich fand ihn nicht. Und leider hatte ich die Suche danach auch erst am Abend vor dem ersten Dezember initiiert. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? In einem ersten Anflug von Wahnsinn habe ich tatsächlich überlegt, selbst einen zu malen. Hab die Idee aber erworfen. Bin dann bei DaWanda auf eine super Anleitung gestoßen. – Das ist jetzt leider etwas spät, aber wer schon gut organisiert fürs nächste Weihnachten sucht, dem empfehle ich diesen hier. Den fand ich superschön und supereinfach.

Aus Tonpapier (silber, gold und kartonfarben) habe ich 24 Hütchen in drei unterschiedlichen Größen gebastelt. Da bin ich von der Anleitung abgewichen. Papier war mir genug, ich habe die Hütchen dann nicht noch mit Filz umklebt. Auf jedes Hütchen kam eine Zahl auf einem weißen Kreis. Dann noch ein paar kleine Zapfen drumherum um die Hütchentannen und Schnee in Form von Heilwolle. Fertig.

Ach ja: Füllmaterial hatte ich auch nicht vorrätig. Bis auf eine Tüte Schokohimbeeren. (Es wurde dann doch süßes Zeug). Nun, solange etwas unter der ersten Tanne lag …

An etwas anderes hat auch niemand geglaubt. Dazu sind sie noch zu unschuldig. Und es hätte auch niemand gewagt, das Gegenteil zu beweisen. Sie sind immerhin schon so alt, dass sie sich nicht selbst die Freude kaputtmachen wollen.

Das klingt abgebrüht. Das täuscht. Ich bin sehr froh, dass ich meinem chaotischen, prokrastinationskranken Wesen ein Schnippchen geschlagen und keine Enttäuschung heraufbeschworen habe. Den Kindern gefällt er sehr – Tausend Dank an Nina B. von DaWanda!

dsc_8371