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Rezept für den perfekten Porrigde

In Großbrintannien können die Zutaten für einen guten Porridge lange Debatten auslösen. Haferflocken oder Hafermehl? Wenn Mehl, dann grob, mittel oder fein geschrotet? Welche Sorte Hafer? Milch oder Wasser? Salz oder Zucker? Drei Zutaten, an denen sich die Geister scheiden.

Es gibt sogar Porridge-Weltmeisterschaften. Und Menschen, die auf Hafer schwören, der bei Vollmond auf den Orkney-Inseln geerntet wurde.

Erfunden haben ihn die Schotten. Bis in die Achtzigerjahre hinein gab es in jeder schottischen Einbauküche serienmäßig eine Porridge-Schublade. Damit man nicht täglich Hafer kochen musste. Der Brei wurde in größerer Menge vorgekocht und in die mit Zink ausgekleidete Schublade gekippt. Schublade auf, Porridge rein. Dort wurde er fest. Bei Bedarf konnte man ein Stuück abbrechen und mit Wasser wieder aufkochen. Das ist so cool! So eine Schublade hätte ich auch gerne!

Gegessen wurde er zum Frühstück, in Arbeiterfamilien auch als Mittags- oder Abendmahlzeit.

Neben den drei Grundzutaten braucht man für die Zubereitung nur einen guten Topf mit dickem Boden, der die Wärme gut verteilt. Besitzt man keinen Porridge-Spatel, kann man gut einen Holzlöffel verwenden.

Grundrezept

Mittelgrob geschroteten Hafer mit Wasser bedecken und großzügig salzen. Unter langsamen, ständigem Rühren etwa 20 Minuten zu einem sämigen Brei köcheln lassen. Wenn das Wasser verkocht ist, wird etwas Wasser nachgefüllt, immer nur so viel, dass der Hafer leicht bedeckt ist und spätestens 6 Minuten vor Ende der Kochzeit wird nicht mehr nachgefüllt. Der Haferbrei soll eine cremige Konsistenz mit einem angenehmen Biss haben.

Nachdem der Brei fertig ist, wird er verfeinert.

Dazu werden die folgenden Zutaten untergerührt:

1 zerquetschte Banane

1 geriebener Apfel

Himbeeren (frisch oder tiefgefroren und aufgetaut)

Darüber gibt man Ahornsirup und geröstete (schwarze) Sesamkörner.

 

Vatiationen

Einen Löffel braunen Zucker und ein Stück Butter unterrühren.

Oder verschiedene Zutaten zum Porridge servieren, sodass sich jeder selbst bedienen kann. Z. B. Honig, Sirup, Vanillezucker oder Apfeldicksaft.

Oder: Milch oder Sahne und eine Prise Zimt.

Dazu: geröstete Nüsse oder Kerne.

Heidelbeeren, Cranberries oder Rosinen.

Tipp: Wer keine Getreidemähle zu Hause hat: in so gut wie jedem Bioladen kann man sich den Hafer schroten lassen.

Bananensahne

2 reife Bananen // 300 g Sahne // 2 Prisen Kardamon // 2 TL Honig

Alle Zutaten werden zu einer dickflüssigen Masse püriert und zwar möglichst direkt vor dem Verzehr, denn nach kurzer Zeit wird die Masse wieder flüssig.

Man darf die Masse auch nicht zu lange pürieren, sonst gerinnt sie zu einer flüssigen Soße. Schmeckt dann immer noch, macht aber nichts mehr her und die Konsistenz ist fraglich.

Meine Bananen sahen so aus.

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So reif müssen die Bananen nicht sein. Sie eigneten sich aber nicht schlecht, so matschig und süß. Eigentlich das perfekte Rezept für vergessene Bananen.

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Rezept habe ich dem Buch Kochen nach Ayurveda entnommen, das leider nur noch antiquarisch zu haben ist.