Archiv der Kategorie: in der küche schneit es so selten

Käse-Feigen-Spiesse

 

Schnell. Zum Mitbringen. Fürs Buffet.

Für 24 Spiesse:

250 g Manchego (oder Pecorino, irgendein kräftiger schnittfester Ziegen- oder Schafskäse), in ca. 1 cm breite Stifte geschnitten // 8 frische Feigen, geviertelt // 24 Basilikumblätter // schwarzer Pfeffer // Öl // Balsamicoessig // brauner Zucker // Salz

ausserdem: Holzspieße

Die Soße aus 5 EL Öl, 3 El Balsamicoessig, 1 TL braunem Zucker und Salz anrühren.

Die Käsestücke mit einem Basilikumblatt und einem Feigenviertel belegen, einen Holzpicker heinstechen, Pfeffer darüber mahlen und mit ein paar Tropfen Soße beträufeln.

Fetadip

Wenn sich spontan Besuch ankündigt (was leider in Zeiten des Handys immer seltener der Fall ist) oder zum Brunch,  ein cremiger Brotaufstrich.

Zutaten

200 g Fetakäse // 150 g Joghurt // 1 EL Sahne // 1 Knolle chinesischer Knoblauch // 8 getrocknete Tomaten in Öl, gewürfelt// 1/2 Bund glatte Petersilie, fein gehackt // je TL schwarzer und weißer Sesam // Pfeffer // Paprikapulver

Den Fetakäse fein zerbröseln, mit einer Gabel zerdrücken und gut mit dem Joghurt und der Sahne verrühren. Die Knoblauchknolle zerdrücken und mit Tomaten und Petersilie unter die Creme rühren. Mit Pfeffer und Paprikapuler abschmecken. Die Sesamsaat kurz in einer Pfanne ohne Öl anrösten und über den Dip geben.

 

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade #sonntagsglück von der supersympathischen Katrin von Soulsistermeetsfriends teil. Die Aktion habe ich erst vor Kurzem entdeckt (warum eigentlich nicht schon früher?) und bin schon auf viele tolle Ideen und viele weitere Blogs gestoßen, guckt da ruhig auch mal vorbei, es lohnt sich!

Tostadas

Die Antwort auf die Frage nach meinem besten Tomatenrezept ist zweifellos: Geröstetes Brot mit Tomaten. In Valencia als tostadas bekannt, sind die Zutaten für dieses ebenso einfache wie köstliche Gericht schlicht krosses Brot, frische Tomaten, ein kräftiger Schuss Olivenöl und eine Prise Salz. Hier in Valencia wird es für gewöhnlich zum Frühstück oder auch als Vorspeise gereicht.

Für weniger puristische Gemüter gibt es Variationen mit frischen Kräutern oder Knoblauch und die Varianten der verschiedenen spanischen Regionen, wie das katalanische Pa amb tomàquet (‚Brot mit Tomate‘), bei der das Brot zunächst mit Knoablauch, dann mit einer entdeckelten Tomate eingerieben wird.

Zutaten

Brot oder Baguette in Scheiben

reife Tomaten

Salz

Olivenöl

evtl. Knoblauch

evtl. Rosmarin, Thymian, Pfeffer

Variante 1: Die Tomaten auf einer Küchenreibe reiben (reiben und nicht pürieren!), Bort rösten und mit Salz und Öl beträufeln.

Variante 2: Brot rösten, mit Knoblauch einreiben, von der Tomate einen Deckel abschneiden, die Brotscheiben mit dem Tomateninneren einreiben. Salzen, mit Öl beträufeln.

Variante 3: Eine Salsa herstellen: Tomaten reiben und mit Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian würzen. Öl darunter rühren. Brot rösten, die Salsa darübergeben.

 

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade VeggieKochenvent – Rezepte mit Tomaten teil.

Tapenade

Wer keine Sardellen mag, wird sie hiernach lieben.

Grüne Tapenade

150 g entsteinte grüne Oliven, 1 halbe Knolle Knoblauch, geriebene Schale einer Biozitrone, ca. 80 ml Olivenöl

Schwarze Tapenade

150 g entsteinte schwarze Oliven, 15 g Kapern, 10 g Sardellenfilets, frische Thymian- und Rosmarinblättchen, ca. 80 ml Olivenöl

Für beide tapenades jeweils alle Zutaten bis auf das Öl mit einem Wiegemesser sehr fein hacken, je feiner desto besser. Die gehackten Mischungen in eine Schüssel geben und mit dem Olivenöl vermengen.

Die Tapenade schmeckt gut als Dip oder zu geröstetem Brot.

Im Kühlschrank hält sich die Tapenade mehrere Tage.

 

 

 

Pesto Basilikum

Es gibt Speisen, die sind so einfach und so lecker, dass man sich ernsthaft fragt, warum man sie jemals aus dem Supermarkt geholt hat. Pesto zählt definitiv dazu.

Für die bekannteste Variante, Pesto alla genovese, benötigt man lediglich Basilikum, Knoblauch, Salz, Pinienkerne , gutes Olivenöl und gar nicht sehr viel Zeit.

Zutaten:

2 Bund Basilikum

1 Knolle Knoblauch

50 g Pinienkerne oder Mandeln

60 ml Olivenöl

50 g Parmesankäse, in kleineren Stücken

1 Tl Salz

Pinienkerne/ Mandeln ohne Öl in einer Pfanne rösten.

Dann alle Zutaten bis auf das Öl im Mörser sorgfältig zerstampfen. Das Öl nach und nach einfließen lassen und weitermörsern. Zum Schluß mit Salz abschmecken.

Wer eine flüssigere Konsistenz wünscht, kann das Pesto mit Öl oder Nudelwasser verlängern.

 

 

 

Geflügelsalat

Beinahe habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit einem Hähnchenrezept ankomme – und dann auch noch so einem omahaften, simplen. Aber ich finde es leider sehr lecker!

Zutaten:

Salat

500g gekochtes Hähnchenfleisch // 1 Fenchelknolle // 2 Orangen // 200 g blaue Weintrauben, entkernt // 150 g Gouda in Würfeln // grob gehackte Walnusskerne // etwas frisches Selleriegrün, gehackt // 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten

Dressing

200 g Crème fraîche // 3 EL Mayonnaise // Saft von 1 Zitrone // Abrieb von einer halben Zitrone // Saft von 2 Orangen // Salz // 1 EL Zucker

Für den Salat Geflügelfleisch und Fenchelknolle würfeln, die Orangen schälen und von ihrer weißen Trennhaut befreien, stückeln, die Weintrauben halbieren und alles mit Gouda, Sellerie und Frühlingszwiebeln mischen.

Für das Dressing Crème fraîche, Mayonnaise, Orangensaft, Zitronensaft und -schale mischen, mit Salz und Zucker abschmecken.

Die Salatzutaten mit dem Dressing mischen, gekühlt durchziehen lassen und mit gehackten Walnusskernen garnieren.

 

 

 

Kräuter-Brioche

Yotam Ottolenghi schreibt in seinem Buch Das Kochbuch, „Für Erfolg beim Brotbacken sind laut unserem Backexperten Jim Webb folgende Eigenschaften gefragt: Genauigkeit, Behutsamkeit, Geduld und Wärme. Wenn Sie mich fragen, dann sind das generell erstrebenswerte Eigenschaften.“

Schön, oder? Aber manchmal habe ich von meiner schludrigen Arbeitsweise profitiert. Einmal habe ich die Angaben so unaufmerksam gelesen, dass ich die dreifache Menge Butter verwandte. Statt eines Zupfbrots glibschte ein buttriger Klumpen auf den Tisch, unter Rettungsversuchen mit Kräutern und Mehl entwickelte sich die Idee zu einem Kräuter-Brioche. Und das ist dann auch schon wieder schön.

Nicht vergessen: Briocheteig muss einen Tag vor dem Backen angesetzt werden, da man ihn im Kühlschrank gehen lässt, das gilt es in seiner Zeitplanung zu bedenken.

Zutaten:

500 g Dinkelmehl // Salz // 20 g frische Hefe // 1 EL Zucker// 200 ml lauwarme Milch // 3 Eigelb // 200 g kalte Butter, in grobe Würfel geschnitten // 1 Knolle chinesischer Knoblauch //5 EL gemischte Kräuter: Thymian, Rosmarin, Salbei, fein gehackt

Mehl mit 1/2 TL Salz mischen und auf dem Tisch auftürmen, eine Mulde hineindrücken. Hefe in eine Schale bröckeln und vorsichtig mit Zucker und 5 EL lauwarmer Mich verrühren, dann in die Mulde gießen. Diesen Vorteig gute 10 Minuten gehen lassen, bis sich Blasen bilden.

Die restliche Milch, die Eier und die Buter portionsweise hinzugeben und mit den Händen gut durchkneten. Dieses Durchkneten – Wirken – ist das wichtigste am ganzen Prozeß. Darauf achten, dass die Butter ganz vom Teig aufgenommen ist, bevor die nächste Portion hinzugefügt wird. Den Teig eventuell zwischendurch mit Mehl bestäuben. Wenn die gesamte Butter eingearbeitet ist, wird das Brot noch eine weitere halbe Stunde gewirkt, dabei soll kein weiteres Mehl mehr eingearbeitet werden, denn sonst würde der Prozeß von vorne beginnen. Der Teig soll nun frei von sichtbaren Butterklümpchen sein und seidig glänzen. Eine glatte Kugel daraus formen.

Den Teig in eine leicht gefettete Schüssel legen und abgedeckt, bei Raumtemperatur eine Stunde gehen lassen.

Danach für 16 – 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Teig nicht noch einmal durchwirken, sondern lediglich einige Male falten und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem 1 cm dicken Rechteck ausrollen. Knoblauch fein hacken. Teigplatte mit Kräutern und Knoblauch bestreuen, mit Salz würzen. In ca. 7 x 7 cm große Quadrate schneiden. Eine gebutterte Kastenform mit etwas Mehl ausstäuben, senkrecht aufstellen und die Teigplatten in die Form schichten. Form wieder aufrichten, abdecken und an einem warmen Ort nochmals 2 Stunden gehen lassen.

Ofen auf 175 ° C vorheizen. Eine Schüssel mit Wasser auf den Ofenboden stellen. Den Teig mit etwas verquirltem Ei bestreichen und die Form in den heißen Ofen stellen. Auf der zweiten Schiene von unten 50 Minuten backen, evtl. gegen Ende mit Backpapier abdecken. Die Brioche sollte schön gebräunt sein. Hin und wieder eine Garprobe durchführen. Herausnehmen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen.

 

 

Und ja, Brotbacken ist eine gute Übung für Geduld und Sorgfalt. Und Zeitmanagement. Natürlich vergesse ich regelmäßig, genug Zeit einzuplanen und überspringe das Gehenlassen im Kühlschrank. Die Brioche gelingt trotzdem ganz gut. Das schon, die Krume, ihr besonderes Merkmal, ist weniger zart.