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Joghurt selber machen

Frisch hergestellter Joghurt ist einfach herzustellen und nur leicht angesäuert. Durch die Zugabe von Gewürzen oder die Verdünnung mit Wasser ist er deutlich leichter verdaulich als käuflicher Joghurt.

Für die Zubereitung benutzte ich einen Joghurtbereiter, der nur mit kochendem Wasser betrieben wird und ansonsten ohne Strom auskommt.

Zutaten: 

1 l zimmerwarme Milch // 1 Beutel Ferment // 750 l kochendes Wasser

Ausserdem: Joghurtbereiter

  1. Im Innenbehälter des Joghurtbereiters 1 l zimmerwarme Milch (frische Milch muss vorher abgekocht werden!) mit dem Ferment verrühren.
  2. Den Innenbehälter mit dem Deckel verschließen.
  3. 3/4 Liter kochendes Wasser in den Bereiter geben, den Innenbehälter darüber stellen und den Deckel zudrehen. An einen ruhigen Ort stellen, um Erschütterungen während der Fermentation zu vermeiden.
  4. Nach 12 – 14 Stunden ist der Joghurt fertig und kann gegessen oder in Gläser umgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Hinweise zur Herstellung

Bei der Herstellung mit Vollmilch muss die Milch kurz erhitzt werden (bis kurz vor den Siedepunkt, ca. 85 – 90°C), um mögliche Frendkeime auszuschalten.

Dann muss die Milch muss auf Zimmerwärme abgekühlt werden (ca. 43 – 45°C), bevor das Ferment eingerührt wird. Bei zu heisser Milch würde das Ferment geschädigt.

Das Ferment muss zudem gut verrührt werden, sonst wird der Joghurt zu körnig.

Die Überimpfung mit Joghurt ist auch möglich. Statt eines Beutels Fermentpulver kann man dazu 100 ml frischen Joghurt in die Milch rühren.

Man kann auch von jeder Herstellung 8 Esslöffel aufbewahren und damit anstelle eines neuen Fermentbeutels die Milch beimpfen. Dieser Vorgang kann bis zu 4 mal wiederholt werden. Bei allen weiteren Ansätzen verkürzt sich die Fermentationszeit auf 5 – 7 Stunden. Spätestens 3 Tage nach dem ersten Ansatz muss überimpft werden, d.h. der Joghurt zur Überimpfung sollte nicht länger als drei Tage aufbewahrt werden, sonst ist der Joghurt überlagert und wird nicht fest.

Die Fermentationszeit einhalten.  Je länger der Joghurt lagert, desto saurer wird er, da noch eine natürliche Nachsäuerung erfolgt.

Für noch mehr Cremigkeit rühre ich gerne ein paar Löffel Sahne unter den Joghurt, bevor ich ihn in Gläser umfülle.

Der fertige Joghurt ist ca. 1 Woche im Kühlschrank haltbar. Die von den Milchsäurebakterien gebildete Milchsäure wirkt konservierend.

Das Fermentpulver zur Herstellung von Naturjoghurt gibt es in Reformhäusern und Bioläden.

Gute Joghurtbereiter bekommt man ebenfalls in vielen Bioläden, Reformhäusern oder beispielsweise beim Waschbärversand.

Overnight Oat mit Himbeeren

Zutaten:

300 ml Sahne // 400 ml Kokosmilch // 3 EL Ahornsirup // Saft von 2 Zitronen // 150 g Haferflocken oder Fünf-Korn-Flocken // 500 g Himbeeren // 2 geraspelte Äpfel // evtl. 2 EL Chia-Samen

Sahne, Kokosmilch, Ahornsirup und Zitronensaft cremig rühren, die Flocken dazugeben und gut vermischen. Anschließend die Äpfel, Himbeeren und Chia-Samen untermischen.

Das Müesli wird am Vorabend zubereitet und dann in einer großen Schüssel oder auf kleine Gläser verteilt die Nacht über in den Kühlschrank gestellt. Wenn es zu dickflüssig wird, kann man es am folgenden Tag mit Sahne oder Zitronensaft verdünnen.

Die Chia-Samen kann man auch weglassen. Statt frischer Himbeeren kann man auch tiefgekühlte verwenden.

Wenn es schnell gehen muss, kann man das Müesli auch zum direkten Verzehr zubereiten. In diesem Fall sollte man die Chia-Samen unter die Flocken-Sahne-Mischung geben und das Ganze 15 Minuten ziehen lassen, bevor man das Obst hinzufügt.

 

Zitronencreme mit Amarettini

Mitten in der Woche braucht man Zitronencreme. Zum Beispiel an einem Mittwoch, wenn die Woche schon wieder fast vorbei ist, leider, denn all die guten Vorsätze vom Montag sind schon wieder dahin, und gut, denn die Woche ist fast rum und das Wochenende winkt.

Für 6 Personen:

2- 3 Zitronen // 100 g Zucker // 3 – 4 El Amaretto // 33 Amarettini (ca. 100 g) // 250 g Mascarpone // 250 g Quark

1 Zitrone waschen und die Schale abreiben, alle Zitronen auspressen, um auf 100 ml Zitronensaft zu kommen. Zitronensaft und -abrieb mit Zucker in einem Topf unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

30 Amarettini auf eine flache Schale oder 6 Gläser verteilen, mit Amaretto und ein paar Tropfen vom Zitronensiurp beträufeln.

Mascarpone und Quark mit dem restlichen Sirup gut verrühren.

Die Creme auf auf die Amarettini geben.

Die übrigen Amarettini über der Creme zerbröseln.

Im Kühlschrank gute zwei Stunden fest werden lassen.

 

 

 

Pflaumenmus

Zeitaufwendiger in der Herstellung als Marmelade, doch die Konsistenz von Pflaumenmus ist wirklich schön musig.

Zutaten für 4 große Gläser:

2 kg Pflaumen, entsteint und geviertelt

500 g Zucker

Einen Becher Wasser in einen Topf geben, damit die Pflaumen nicht anbrennen und die Früchte eine gute halbe Stunde weich kochen. In eine feuerfeste Form geben, mit 100g Zucker mischen und im Ofen bei 150° 30 Min. eindicken lassen. Erneut 100g Zucker unterrühren und weitere 30 Min. im Ofen bei gleicher Temperatur eindicken lassen. So fortfahren, bis der gesamte Zucker verbraucht ist.

In Gläser abfüllen.

 

 

Lavendelzucker

Wie gut Lavendel schmecken kann, weiß man von allerlei herzhaften und süßen Gerichten, die in der Provence ihren Ursprung fanden.

Für Süßspeisen kann man Zucker aromatisieren.

Dazu Lavendel und Zucker in ein Schraubglas schichten und mehrere Tage stehen lassen, dabei hin und wieder gut durchschütteln. Nach zwei Wochen herausnehmen und auf Backpapier verteilt ein paar Stunden an der Luft trocknen lassen.

Nach dem Trocknen die dicken Klümpchen mit einer Gabel zerdrücken.

Für sehr feinen Zucker kann man die Mischung mit dem Mixer zerkleinern, so bekommt der zudem eine sehr schöne Farbe.

Zur weiteren Aufbewahrung die Mischung wieder in ein Schraubglas füllen.

 

Churros

Ein Katerfrühstück? Churros con chocolate! Und wer gerade nicht die Nacht durchgetanzt hat, isst sie einfach so zum Frühstück. Oder am Nachmittag. Oder Zwischendurch. Hauptsache Churros, noch mehr Churros, immer Churros.

Zutaten:

1 Tasse Mehl

1 Tasse Wasser

1/2 TL Backpulver

1 Prise Salz

Olivenöl

Ausserdem: Churrera/ Spritzbeutel mit Sterntülle

Mehl, Backpulver und Salz vermischen. Das Wasser zum Kochen bringen und noch kochend mit der Mehlmischung verrühren. Teig in eine Churrera bzw. in den Spritzbeutel füllen. Reichlich Öl in einer hohen Pfanne erhitzen und die Churros direkt ins heiße Fett spritzen, bei der Wunschlänge mit einer Schere abschneiden und von jeder Seite ein paar Minuten goldbraun ausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Zucker bestreuen. Dazu dicke, heiße Schokolade zum Eintunken servieren.

 

 

Brombeertarte mit Marzipan

Wir zählen die Tage bis zu dem Tag, an dem die ersten Brombeeren reif sind. Kann man sie endlich pflücken, schlagen wir uns todesmutig in die Büsche und kämpfen mit garstigen Dornen, um die besten Beeren für den Kuchen zu erwischen. Beeren kaufen? Würde unseren Sammlerinstinkt beleidigen.

Wer hat die zerkratztesten Arme? Aus wessem Bein tropft am meisten Blut? Und überhaupt, wo könnte man denn besser seine Wunden lecken als bei einem Stück Marzipan-Brombeertarte?

Zur Nachahmung dringend empfohlen.

Zutaten:

Mürbeteig

200g Mehl, 75g Zucker, 1 Prise Salz, 1 TL Vanillezucker, 100 g kalte Butter, 1Ei

Belag und Crème

450 g Brombeeren, 200 g Marzipan, 1TL fein abgeriebene Zitronenschale, 40 g Zucker, 1 Eigelb und 1 Ei, 200 g Schmand, 2 gestr. EL Dinkelgrieß

Für den Mürbeteig alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Eine Tarteform einfetten und den Teig auf dem Boden und am Rand verteilen, mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Marzipan in kleine Stücke zupfen, besonders festen Marzipanteig gegebnenenfalls mit einer Küchenreibe grob raspeln. Marzipan, Zitronenschale, Zucker, Eigelb und Ei mit einem Schneebesen verrühren. Schmand und Grieß dazugeben.

Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen. Brombeeren auf dem Mürbeteigboden verteilen, die Marzipancrème darüber gießen, glatt streichen.

Auf der untersten Schiene ca. 45 Min. goldbraun backen.

In der Form auskühlen lassen. Rand vorsichtig lösen, die Tarte auf eine Platte geben, nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.