Archiv der Kategorie: 12 von 12

Das Göttinger Manifest

Am 12. April 1957 veröffentlichten achtzehn rennomierte Atomphysiker, die „Göttinger Achtzehn“ (darunter Otto Hahn, Max Born und Werner Heisenberg), einen Apell, in dem sie vor den Gefahren der geplanten atomaren Aufrüstung der Bundeswehr warnen.

Text des Göttinger Manifests

Die Wissenschaftler setzten sich ausdrücklich für eine friedliche Verwendung von Atomenergie ein. Keiner von ihnen werde sich an Forschungen zum Bau von Atombomben beteiligen.

Bundeskanzler Adenauer ist empört über Einmischung der Wissenschaftler in die Politik.

Doch der Widerstand fand großen öffentlichen Rückhalt. Adenauer lenkte schließlich ein und erklärte den Verzicht der Bundesrepublik Deutschland auf Atomwaffen.

Momentan besitzen 9 Staaten Atombomben: USA, Russland, Frankreich, China, Grossbritannien, Pakistan, Indien, Israel, Nordkorea.

Weiterführende Informationen:

Göttinger Achtzehn

Frieden Fragen: Themengebiet Atomwaffen

Atomwaffen abschaffen

Hiroshima mon amour

Die Schwarz-Weiß-Bilder sind dem Film „Hiroshima, mon Amour“ von Alain Resnais entnommen und sind Originalbilder vom Atombombenangriff auf Hiroshima.

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty 12 von 12 von Caro von Draußen nur Kännchen teil. Die anderen Beitrage des Monats findet ihr hier, meine bisherigen 12 von 12s an dieser Stelle.

12 von 12 im September 2017

 

 

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty 12 von 12 von Caro von Draußen nur Kännchen teil. Die anderen Beitrage des Monats September 2017 findet ihr hier, meine bisherigen 12 von 12s an dieser Stelle.

12 von 12 im August 2017

Jubiläum! Vor einem Jahr habe ich zum ersten Mal bei 12 von 12 mitgemacht. In den folgenden Monaten habe ich recht regelmäßig an der Parade teilgenommen und vor allem viele neue Blogs kennengelernt. Danke dafür, Caro!

Es ist so drückend, so heiß, am liebsten möchte man sich zum Hund, den es nicht gibt, unter den Baum in den Schatten flegeln.

Irgendwie schaffe ich es, mich aufzuraffen. Ein bisschen Bürokram, ein mäßig erfolgreicher Versuch, einen Text zuende zu schreiben, der aber in der Rohversion verhaften bleibt, nicht einfach.

Die Hitze ist schlimm, aber irgendwann gewöhnt man sich daran, gehört irgendwie dazu, auch das: sich über die Hitze zu beklagen. Beim Kochen gucke ich in Dauerschleife „Mamma Mia“ und finde das sehr passend.

Am Ende wird es ein Tag voller Kochen, Kinder, Katzen.

DSC_4479

Das ist Nacho Vidal. Ist hier vor ein paar Tagen aufgetaucht und möchte gerne bleiben.

Huevos a la mexicana.JPG

Ich teste an einer neuen Variante von Huevos a la mexicana herum.

Feigenmarmelade

Später koche ich Feigenmarmelade. Ein Rezept dazu gibt es hier, vom letzten Jahr.

memory.JPG

Zwischendurch ein Spiel.

bachoqueta.JPG

Mittagessen: Arroz caldoso. Eines der vielen Reisgerichte der valencianischen Küche.

arroz caldoso

Der Nachtisch besteht hier üblicherweise nur aus Früchten. Wassermelonen, Feigen, Pflaumen, Trauben, Pfirsichen. Dann siegt aber meine Kochwut und es gesellt sich eine Espressocreme dazu.

DSC_4441

Ein bisschen Kultur: Ciutat de les Arts i les Ciències – die Stadt der Künste und der Wissenschaften. Oha.

Ciudad de las Artes y las Ciencias.JPG

Ja, sieht schön aus. Der ganze Komplex trägt den hochtrabenden Namen „Stadt der Künste und der Wissenschaften“. Ich vermisse eine Einheit von Funktion und Dekor und unterstelle den Architekten, dass es ihnen nur um hübschen Putz und die eigene Aufmerksamkeit ging. Einer der Architekten heisst Calatrava. Der Typ wurde eine Zeitlang sehr gehypt, mittlerweile wurde aber dein Pfusch entdeckt, wegen „mangelhafter Arbeiten“ am Kongresspalast in Oviedo musste er ordentlich blechen. Trotz der schönen Hülle fühlt es sich scheel an. Seelenlos. Inhaltsleer. Ich tue mich schwer damit, die Aussage dahinter zu entdecken. Es spricht mich zunächst an und dann… kommt nichts. Gerade diese sich an organische Formen anlehnende Architektur ist so ein funktionsloser Schmuck.

Das Innere der Gebäude spiegelt diesen Eindruck wieder. Ein mäßig aufregend gehaltenes Planetarium mit aufmerksamkeitsheischenden, aber inhaltsarmen 3D-Filmen, ein ein „Museum der Wissenschaften“, ein Aquarium. Dem Museum würde ich nach langem Bitten das Prädikat zweitödestes Museum in Europa verleihen. Die Ausstellungsstücke wirken, als hätte man auf Teufel komm raus etwas dort abstellen müssen. Das Aquarium, eine weitere Enttäuschung. Attraktive Architektur, aber wenig ausgerichtet auf das, was den Aufenthalt für die Besucher interessant oder zumindest angenehm gestalten könnten. Schon gar nicht für die Tiere. Es wirkt, als wären alle Diskussionen und Forderungen für ein tiergerechtes Museum an diesem Aquarim abgeperlt. Ich war übrigens schon mehrere Male dort, obwohl man für das Eintrittsgeld einer Familie dieselbe Familie fast einen Monat lang ernähren könnte. Von Zoos kann man halten, was man will, andere Diskussion. Aber auch dort bestätigt sich der Eindruck: viel Show, Funktion und Mehrwert treten hinter pompösem Gehabe zurück. Aber vielleicht war das auch der genaue Wortlaut der Stadt Valencia für dieses Prestigeprojekt.

Aber: ein sehr ansprechender Hintergrund für schöne Fotos. Doch sollte gute Architektur nicht mehr sein? Andererseits: wer besucht den Komplex? Die Touris, also die „giris“, wie die Spanier sie nennen. Und den meisten reicht das vielleicht. Ein schöner Hintergrund für ein weiteres Selfie.

barcos en la Ciudad de las Artes y las Ciencias.JPG

Diese Wasserbecken sind die Aussendeko. Ich hatte meine Hoffnung darauf gesetzt, dass es jemand als öffentliches Schwimmbad nutzen oder die Tanos dort ihre Wäsche waschen. Machen sie ja auch in anderen öffentlichen Becken. Das fände ich schick und es wäre ein schöner Mehrwert.

Jetzt kann man dort seit neustem Boot fahren, was ich für eine sehr gute Idee halte. Endlich wird der Misthaufen für irgendwas genutzt. Hoffentlich bleibt das jetzt so.

garaje.JPG

Gute Laune im Parkhaus.

Unsere merienda, quasi Kaffeeklatsch: ensaimadas con crema.

ensaimadas con crema.JPG

Und zum Schluß Kind und Katze, ich hatte euch gewarnt!

DSC_1553.JPG

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty 12 von 12 von Caro von Draußen nur Kännchen teil. Die anderen Beitrage des Monats August findet ihr hier, meine bisherigen 12 von 12s an dieser Stelle.

 

 

 

12 von 12 im Juni 2017

Es gibt Tage, die beginnen einfach seltsam. Der Himmel sieht aus, als hätte jemand einen Eimer Putzwasser mit Schwung über den ganzen Horizont gekippt.

Der Rest entspricht dem Himmel.

Nun möchte ich aber nicht meine schlechte Laune dokumentieren. Stattdessen habe ich mir überlegt, meine alte Leidenschaft für Listen wieder wachzurütteln. Im jetzt!-Magazin der SZ gab es früher auf der letzten Seite eine Liste, die hieß „10 Gründe, warum es sich diese Woche zu leben lohnt“.

In diesem Sinne heute: 12 Fotos für 12 Gründe, warum auch ein verkorkster Montag trotzdem lebenswert sein kann.

dsc_3749.jpg
1. die rosa Nase von Prinzessin Lamy
DSC_2741
2. sich nicht an die Regeln halten
DSC_4864
3. mit einem Kind in alle Pfützen springen, die man finden kann
DSC_4791
4. auf die allererste Seite eines neuen Notizbuchs schreiben
DSC_6421
5. das Lieblingskochbuch blind aufschlagen und kochen was da steht
DSC_0013
6. ein Lob für etwas bekommen, dass man gerne macht
DSC_4767
7. durch die Stadt fahren, Musik hören, die Leute um einen herum angucken und merken, dass man in diesem Augenblick im Leben genau richtig ist
DSC_4563
8. mit „je ne veux pas travailler“ von Pink Martini wach werden
DSC_5331
9. richtig ausgeschlafen wach werden
DSC_5220
10. einen Nachbarn auf der Strasse grüssen, den man vom Sehen kennt und an dem man normalerweise grußlos vorbeigeht
DSC_5383
11. etwas Analoges tun
DSC_4729
12. nicht recht haben wollen

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty 12 von 12 von Caro von Draußen nur Kännchen teil. Alle weiteren 12 von 12s des Monats Juni findet ihr hier und meine bisherigen 12 von 12s an dieser Stelle.

12 von 12 im Mai – Grau, grau, grau sind alle meine Farben oder wie ich mich erdreiste, so ein ausgelutschtes Bild wie den Himmel als Metapher für meine Stimmung heranzuziehen

DSC_8492.JPG

„Get away is all I want“, ist mein Gedanke, aber ich spreche ihn nicht aus, versuche nur, meine Stimme unter Kontrolle zu halten, weil ich schon im Treppenhaus stehe und Kind 4 auf dem Boden liegt, während Kind 3 mich mit unschönen Worten tituliert, weil es auf keinen Fall eine Jacke anziehen will, während Kind 1 und 2 von unten hochschreien, dass wir schon wieder viel zu spät sind und sie wirklich Ärger bekommen werden, weil wir immer viel zu spät sind und kleine Geschwister Scheiße sind. Als wir dann endlich alle auf unseren Plätzen sitzen, fällt Kind 1 ein, dass es sein Schokoticket auf dem Küchentisch liegen gelassen hat und ich merke, dass die Jacke von Kind 3 noch im Flur liegen muss, denn im Auto ist sie nicht.

Der Himmel ist betongrau und abweisend, ohne ausgefranste Ränder oder irgendwelche Löcher, durch die ein Licht scheinen könnte.

DSC_8551.JPG

Vor der Schule lungern ziemlich nölig aussehende Teenager herum. Es beginnt zu nieseln.

DSC_8587.JPG

Ich pinne Grau an meine innere Pinnwand. Grau. Grau. Eine im Halbdunkel vergessene Farbe. Stahlgrau, Betongrau, Dampfgrau, Schlechtwettergrau, Schiefergrau, Blaugrau.

DSC_8583

Mitterands Lieblingsfarbe. Nicht das Mitterands Lieblingsfarbe von besonderer Bedeutung wäre … aber seine Liebeserklärung an das Grau hatte was. Was genau, das habe ich vergessen, aber es kam was mit dem Lilagrau der Lavendelfelder darin vor.

DSC_8602

Die Stadt (am grauen Meer) fällt mir ein. Darf auf keiner grauen Pinnwand fehlen – sonst auch am besten nicht.

DSC_8494

In der Fotografie werden Grautöne auch als Halbtöne bezeichnet. Um hier auch mal mit Wikipediawissen zu protzen. Klingt intermedial.

DSC_8499

Ein großartiger Himmelbeschreiber ist der Tod in der „Bücherdiebin“. Der Tod bei Zusak beschreibt viele Himmel. Nur soviel sei gesagt:

Sie schaute auf und sah den Himmel niederkauern […] Der Himmel über Köln war gelb und faulig, franste an den Kanten aus. […] Ich persönlich mag einen schokoladenfarbenen Himmel. Dunkle Bitterschokolade. Die Leute behaupten, das passt zu mir. Ich versuche trotzdem, mich an jeder Farbe zu erfreuen, die ich sehe, an dem ganzen Spektrum. Etwa eine Milliarde Schattierungen, keine wie die andere, und ein Himmel, der sie langsam in sich aufsaugt. Das nimmt dem Stress die Schärfe. Und es hilft mir, mich zu entspannen.

So spricht der Tod in der Übersetzung von Alexandra Ernst.

DSC_8502.JPG

Rasende Wolken kann ich jetzt nicht zeigen, hier verlässt mich der Himmel und ich kann den weiteren Tagesverlauf nicht mehr zuverlässig abbilden. Ich greife zu einem genialen Hilfsmittel und versuche, meine Stimmung selbst, mithilfe von Kunst, auszudrücken: auf dem Boden überall Wollmäuse. Wolken. Ich versuche mich an einem Staubwolkenbild. Die Wolke wird sehr wild.

DSC_8532.JPG

Es ist sehr abstrakt.

Jetzt hat mir der Himmel ein Schnippchen geschlagen. Er wird blau, die hinterhältige Sau.

DSC_8530Anderseits verlangt es auch eine gewisse Anstrengung, die schlechte Laune dauerhaft aufrecht zu erhalten, da hilft auch kein noch so grauer Himmel. Und wer könnte das auch schon wollen?

DSC_0400

Die Stimmungen des Himmels wurden dargestellt mit freundlicher Unterstützung von D. Drescher, E. Nolde, O. Modersohn und M. Álvarez Bravo, die mehr davon verstehen als ich.

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty 12 von 12 von Caro von Draußen nur Kännchen teil. Alle weiteren 12 von 12s findet ihr hier und meine bisherigen 12 von 12 an dieser Stelle.

12 von 12 im April 2017

Erst mal einen Kaffee.

DSC_2032

Ich bin so froh, dass Osterferien sind. Ist alles immer richtig entspannt.

DSC_0304.JPG

DSC_5922.JPG

Osterdeko adé.

DSC_7875

Mittagessen?

DSC_4879

Aber mit Stil.

DSC_4775

Danach Frustsaufen.DSC_4905

Einparken klappt auch immer besser.

DSC_5756

Auf zum neuen Haus. Tür und Zaun sind schon mal da.

DSC_5064

Die Nachbarschaft.

DSC_4912

Ich weiß es nicht.

DSC_4844

Was soll auch schon aus der Welt werden, wenn die Gerechtigkeit und die Freiheit anderweitig beschäftigt sind?DSC_4882

Noch mehr 12 von 12 gibt es hier bei Caro von Draußen nur Kännchen und meine bisherigen 12 von 12 an dieser Stelle.