Marmorierte Ostereier

In der Schöner-Wohnen-Ausgabe vom März 2018 hatte ich ziemlich schöne marmorierte Ostereier gesehen. Und eine Anleigung wie sie simpler nicht sein kann. Die Eier werden mit verdünntem Nagellack marmoriert. Das fand ich ökologisch gar nicht vertretbar, Nagellack und Nagellackentferner! Ein Blick in den Schrank meiner Schwägerin hat meine Bedenken zerstreut: zig Gläschen Nagellack in allen Farben und keins mehr im Gebrauch. Aber so richtig überzeugend ist das natürlich nicht. Die Eier sehen aber super aus. Alle die was geworden sind… nicht alle, denn ich habe zunächst den verdünnten Nagellack über die Eier geträufelt, bevor ich sie durchs Wasser gezogen habe. Das funktioniert aber nicht, man muss sie ins Wasser tunken, dann den Nagellack ins Wasser träufeln und danach die Eier mit einer schnellen Drehbewegung durch die Nagellackschlieren ziehen. So stand es auch in der Anleitung – wer lesen kann ist im Vorteil… Die Eier fühlen sich schön glatt an, aber sie müffeln extrem – nach Nagellack.

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Die Anleitung ist ganz leicht:

Weiße Hühnereier auspusten und auf Schaschlikspiesse stecken.

Eine große Schale mit lauwarmem Wasser bereithalten.

Nagellack mit Nagellackentferner verdünnen. Ein aufgespießtes Ei tief ins Wasser tauchen und mit der anderen Hand den verdünnten Nagellack auf die Wasseroberfläche tropfen. Ei vorsichtig durch die Lackschlieren ziehen und gut trockenen lassen. Dafür eine Unterlage beereithalten, an der die Eier nicht festkleben (Ich habe sie einfach auf die Kieselsteine gelegt und auf Bananenblätter, weil die dort gerade herumlagen und ich nicht an die Unterlage gedacht hatte.

Die misslungenen sind trotzdem schön, aber die marmorierten finde ich schöner.

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Noch ein Tip: Für Eier zum Suchen und Essen sind Naturfarben unschlagbar. Was für schöne mattglänzende, satte Farben sie bekommen, ich kann mich gar nicht an ihnen sattsehen.

Bilder dazu vom letzten Jahr: Ostereier färben mit Naturfarben

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Dieser Beitrag nimmt an der Blogparade „Gemeinsam durch die Osterzeit“ teil.

Käse-Feigen-Spiesse

 

Schnell. Zum Mitbringen. Fürs Buffet.

Für 24 Spiesse:

250 g Manchego (oder Pecorino, irgendein kräftiger schnittfester Ziegen- oder Schafskäse), in ca. 1 cm breite Stifte geschnitten // 8 frische Feigen, geviertelt // 24 Basilikumblätter // schwarzer Pfeffer // Öl // Balsamicoessig // brauner Zucker // Salz

ausserdem: Holzspieße

Die Soße aus 5 EL Öl, 3 El Balsamicoessig, 1 TL braunem Zucker und Salz anrühren.

Die Käsestücke mit einem Basilikumblatt und einem Feigenviertel belegen, einen Holzpicker heinstechen, Pfeffer darüber mahlen und mit ein paar Tropfen Soße beträufeln.

Schriftstellen

Dass Heinrich Heine in Düsseldorf gelebt haben muss, liegt auf der Hand. Immerhin trägt die Uni seinen Namen, ebenso ein Literautrinstitut und eine Buchhandlung (übrigens sein Geburtshaus). Aber warum gibt es in Düsseldorf ein Goethe-Museum? Weshalb zog Dietrich Grabbe, der „betrunkene Shakespeare“, vor über hundert Jahren in die Düsseldorfer Altstadt?  Und wer wusste, dass Rose Ausländer einen wichtigen Teil ihres Werkes in Düsseldorf verfasst hat?

Ausländer, Grabbe, Goethe, Heine, Heise, Spoerl und viele andere bedeutende Schriftsteller waren in Düsseldorf zu Hause oder zu Besuch. Die wenigsten wissen wer  und wo in der Stadt ihre Spuren zu finden sind und welche Spuren die Stadt in ihren Werken hinterlassen hat.

Mit dem Projekt Schriftstellen bietet das Literaturbüro NRW auf charmante Weise die Möglichkeit, mehr über das literarische Düsseldorf zu erfahren. Ausgestattet mit einem einem mobilen Endgerät seid ihr der Literatur auf der Spur. Wo immer ein QR-Code mit einer Feder auftaucht, versteckt sich ein literarisches Geheimnis, das, vergnüglich vorgetragen von Claudia Hubbecker und Moritz Führmann vom Düsseldorfer Schauspielhaus aus dem Leben der Poeten und Textauszäge bereithält.

Auf der Website könnt ihr euch die Denkmäler auf dem Stadtplan heraussuchen und in die Texte reinhören, sie nachlesen und nochmal hören.

Los geht’s!

www.schriftstellen.com

SchriftStellen

 

Schickt eure Handys in den Zoo

Der Frankfurter Zoo sammelt alte Handys um die letzten Berggorillas im Kongo zu retten.

Das Roherz Coltan ist ein sogenanntes Konfliktmineral: Kinderarbeit, inhumane Arbeitsbedingen, hohe Gewinne für Konzerne, mangelnde staatliche Überwachung während des Bürgerkriegs in der Demokratischen Republik Kongo.

Das seltene Coltan stammt aus Gebieten des östlichen Kongos, das Gebiet ist versunken im Bürgerkrieg, der Kampf um begehrte Rohstoffe führte zum Kampf aller gegen alle. Die Einnahmen des Raubbaus ermöglichen lokalen Milizführern die Bezahlung von Soldaten, den Kauf von Waffen, die Fortsetzung des Krieges.

Eine weitere Folge des Raubbaus sind gravierende Umweltschäden. Unter anderem wurden große Flächen des ohnehin schon stark dezimierten Lebensraums der Berggorilla zerstört.

Der Grund für die Gier: Aus Coltan wird Tantal gewonnen – benötigt für die Handy-Produktion und zur Herstellung von nahezu jedem elektronischen Gerät.

Um die Coltan-Nachfrage einzudämmen hat der Frankfurter Zoo in Kooperation mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) eine Sammelaktion ins Leben gerufen: der Zoo sammelt alte Handys ein und verkauft diese an an Recyclingfirmen. Der Erlös fließt zu 100% in das Gorillaschutzprojekt der ZGF.

Link zum Projekt:

https://www.zoo-frankfurt.de/helfen/handy-sammelaktion/

Weiterführende Links und Literatur:

Chrismon plus Januar 2017: Was das Handy vernichtet, 1/2017 https://chrismon.evangelisch.de/projekte/die-letzten-berggorillas-im-kongo-schutzen-33198

Chrismon plus Dezember 2017: Eric und die Gorillas, 12/2017 https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2017/36700/gute-nachrichten-so-gingen-chrismon-geschichten-weiter

Ian Redmond: Coltan Boom, Gorilla Bust. The Impact of Coltan Mining on Gorillas and other Wildlife in Eastern DR Congo. Mai 2001 http://www.bornfree.org.uk/uploads/media/coltan.pdf

Handys und Gorillas

Coltan und die Gorillas im Kongo

Alter Schlachthof Valencia

Der alte Schlachthof von Valencia – el matadero municipal – in der Calle Pechina 42.

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Der alte Schlachthof von Valencia wurde in den Jahren 1898 und 1902 von Luis Ferreres Soler gebaut. Zu jener Zeit befand sich das Gebäude noch fernab des Zentrums, an den Rändern der Stadt, da wo sich die damaligen Strassen „Camino de Madrid“ und „Camino de Tránsitos“ kreuzten, direkt am Fluss Túria und der Acequia de Rovella (einer der acht Bewässerungskanäle von Valencia), aus dem auch das Wasser für die Bewirtschaftung des Schlachthofs geschöpft wurde.

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Die Gesamtfläche der Gebäude beträgt 12.875 m² und als besonders gilt das harmonische Gesamtbild des Gebäudekomplexes.

Bestimmt wurde die Gestaltung des Bauwerks in Material und Anordnung von seinem späteren Funktion, unter Einhaltung der aufkommenden Hygienevorschriften für öffentlichen Gebäude in Valencia, ohne auf dekorative Elemente zu verzichten. Die zeittypische Bauweise und seine schlichte Schönheit machen aus dem Matadero Municipal de Valencia ein leuchtendes Beispiel für ein öffentliches Industriebauwerk.

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Beim Hochwasser von 1957 erlitt der Matadero große Schäden. Zudem wurde er von den wachsenden Ausschreitung des urbanen Raums bedroht. 1969 war der Schlachthof gänzlich von der Stadt absorbiert und der Standort wurde geschlossen und verlegt.

Nach Beendigung seiner Restaurierung im Mai 2003 beherbergt der alte Schlachthof heute das Sport- und Kultur-Zentrum „La Petxina“, in dem sich beispielsweise eine Stadtteilbücherei befindet.

Matadero Municipal/ Complejo deportivo-cultural La Petxina
Calle Pechina, 42
Valencia