Pflaumenmus

Zeitaufwendiger in der Herstellung als Marmelade, doch die Konsistenz von Pflaumenmus ist wirklich schön musig.

Zutaten für 4 große Gläser:

2 kg Pflaumen, entsteint und geviertelt

500 g Zucker

Einen Becher Wasser in einen Topf geben, damit die Pflaumen nicht anbrennen und die Früchte eine gute halbe Stunde weich kochen. In eine feuerfeste Form geben, mit 100g Zucker mischen und im Ofen bei 150° 30 Min. eindicken lassen. Erneut 100g Zucker unterrühren und weitere 30 Min. im Ofen bei gleicher Temperatur eindicken lassen. So fortfahren, bis der gesamte Zucker verbraucht ist.

In Gläser abfüllen.

 

 

Lavendelzucker

Wie gut Lavendel schmecken kann, weiß man von allerlei herzhaften und süßen Gerichten, die in der Provence ihren Ursprung fanden.

Für Süßspeisen kann man Zucker aromatisieren.

Dazu Lavendel und Zucker in ein Schraubglas schichten und mehrere Tage stehen lassen, dabei hin und wieder gut durchschütteln. Nach zwei Wochen herausnehmen und auf Backpapier verteilt ein paar Stunden an der Luft trocknen lassen.

Nach dem Trocknen die dicken Klümpchen mit einer Gabel zerdrücken.

Für sehr feinen Zucker kann man die Mischung mit dem Mixer zerkleinern, so bekommt der zudem eine sehr schöne Farbe.

Zur weiteren Aufbewahrung die Mischung wieder in ein Schraubglas füllen.

 

Fallas III

 

Las Fallas

12 von 12 im August 2017

Jubiläum! Vor einem Jahr habe ich zum ersten Mal bei 12 von 12 mitgemacht. In den folgenden Monaten habe ich recht regelmäßig an der Parade teilgenommen und vor allem viele neue Blogs kennengelernt. Danke dafür, Caro!

Es ist so drückend, so heiß, am liebsten möchte man sich zum Hund, den es nicht gibt, unter den Baum in den Schatten flegeln.

Irgendwie schaffe ich es, mich aufzuraffen. Ein bisschen Bürokram, ein mäßig erfolgreicher Versuch, einen Text zuende zu schreiben, der aber in der Rohversion verhaften bleibt, nicht einfach.

Die Hitze ist schlimm, aber irgendwann gewöhnt man sich daran, gehört irgendwie dazu, auch das: sich über die Hitze zu beklagen. Beim Kochen gucke ich in Dauerschleife „Mamma Mia“ und finde das sehr passend.

Am Ende wird es ein Tag voller Kochen, Kinder, Katzen.

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Das ist Nacho Vidal. Ist hier vor ein paar Tagen aufgetaucht und möchte gerne bleiben.

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Ich teste an einer neuen Variante von Huevos a la mexicana herum.

Feigenmarmelade

Später koche ich Feigenmarmelade. Ein Rezept dazu gibt es hier, vom letzten Jahr.

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Zwischendurch ein Spiel.

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Mittagessen: Arroz caldoso. Eines der vielen Reisgerichte der valencianischen Küche.

arroz caldoso

Der Nachtisch besteht hier üblicherweise nur aus Früchten. Wassermelonen, Feigen, Pflaumen, Trauben, Pfirsichen. Dann siegt aber meine Kochwut und es gesellt sich eine Espressocreme dazu.

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Ein bisschen Kultur: Ciutat de les Arts i les Ciències – die Stadt der Künste und der Wissenschaften. Oha.

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Ja, sieht schön aus. Der ganze Komplex trägt den hochtrabenden Namen „Stadt der Künste und der Wissenschaften“. Ich vermisse eine Einheit von Funktion und Dekor und unterstelle den Architekten, dass es ihnen nur um hübschen Putz und die eigene Aufmerksamkeit ging. Einer der Architekten heisst Calatrava. Der Typ wurde eine Zeitlang sehr gehypt, mittlerweile wurde aber dein Pfusch entdeckt, wegen „mangelhafter Arbeiten“ am Kongresspalast in Oviedo musste er ordentlich blechen. Trotz der schönen Hülle fühlt es sich scheel an. Seelenlos. Inhaltsleer. Ich tue mich schwer damit, die Aussage dahinter zu entdecken. Es spricht mich zunächst an und dann… kommt nichts. Gerade diese sich an organische Formen anlehnende Architektur ist so ein funktionsloser Schmuck.

Das Innere der Gebäude spiegelt diesen Eindruck wieder. Ein mäßig aufregend gehaltenes Planetarium mit aufmerksamkeitsheischenden, aber inhaltsarmen 3D-Filmen, ein ein „Museum der Wissenschaften“, ein Aquarium. Dem Museum würde ich nach langem Bitten das Prädikat zweitödestes Museum in Europa verleihen. Die Ausstellungsstücke wirken, als hätte man auf Teufel komm raus etwas dort abstellen müssen. Das Aquarium, eine weitere Enttäuschung. Attraktive Architektur, aber wenig ausgerichtet auf das, was den Aufenthalt für die Besucher interessant oder zumindest angenehm gestalten könnten. Schon gar nicht für die Tiere. Es wirkt, als wären alle Diskussionen und Forderungen für ein tiergerechtes Museum an diesem Aquarim abgeperlt. Ich war übrigens schon mehrere Male dort, obwohl man für das Eintrittsgeld einer Familie dieselbe Familie fast einen Monat lang ernähren könnte. Von Zoos kann man halten, was man will, andere Diskussion. Aber auch dort bestätigt sich der Eindruck: viel Show, Funktion und Mehrwert treten hinter pompösem Gehabe zurück. Aber vielleicht war das auch der genaue Wortlaut der Stadt Valencia für dieses Prestigeprojekt.

Aber: ein sehr ansprechender Hintergrund für schöne Fotos. Doch sollte gute Architektur nicht mehr sein? Andererseits: wer besucht den Komplex? Die Touris, also die „giris“, wie die Spanier sie nennen. Und den meisten reicht das vielleicht. Ein schöner Hintergrund für ein weiteres Selfie.

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Diese Wasserbecken sind die Aussendeko. Ich hatte meine Hoffnung darauf gesetzt, dass es jemand als öffentliches Schwimmbad nutzen oder die Tanos dort ihre Wäsche waschen. Machen sie ja auch in anderen öffentlichen Becken. Das fände ich schick und es wäre ein schöner Mehrwert.

Jetzt kann man dort seit neustem Boot fahren, was ich für eine sehr gute Idee halte. Endlich wird der Misthaufen für irgendwas genutzt. Hoffentlich bleibt das jetzt so.

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Gute Laune im Parkhaus.

Unsere merienda, quasi Kaffeeklatsch: ensaimadas con crema.

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Und zum Schluß Kind und Katze, ich hatte euch gewarnt!

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Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty 12 von 12 von Caro von Draußen nur Kännchen teil. Die anderen Beitrage des Monats August findet ihr hier, meine bisherigen 12 von 12s an dieser Stelle.

 

 

 

Tostadas

Die Antwort auf die Frage nach meinem besten Tomatenrezept ist zweifellos: Geröstetes Brot mit Tomaten. In Valencia als tostadas bekannt, sind die Zutaten für dieses ebenso einfache wie köstliche Gericht schlicht krosses Brot, frische Tomaten, ein kräftiger Schuss Olivenöl und eine Prise Salz. Hier in Valencia wird es für gewöhnlich zum Frühstück oder auch als Vorspeise gereicht.

Für weniger puristische Gemüter gibt es Variationen mit frischen Kräutern oder Knoblauch und die Varianten der verschiedenen spanischen Regionen, wie das katalanische Pa amb tomàquet (‚Brot mit Tomate‘), bei der das Brot zunächst mit Knoablauch, dann mit einer entdeckelten Tomate eingerieben wird.

Zutaten

Brot oder Baguette in Scheiben

reife Tomaten

Salz

Olivenöl

evtl. Knoblauch

evtl. Rosmarin, Thymian, Pfeffer

Variante 1: Die Tomaten auf einer Küchenreibe reiben (reiben und nicht pürieren!), Bort rösten und mit Salz und Öl beträufeln.

Variante 2: Brot rösten, mit Knoblauch einreiben, von der Tomate einen Deckel abschneiden, die Brotscheiben mit dem Tomateninneren einreiben. Salzen, mit Öl beträufeln.

Variante 3: Eine Salsa herstellen: Tomaten reiben und mit Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian würzen. Öl darunter rühren. Brot rösten, die Salsa darübergeben.

 

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade VeggieKochenvent – Rezepte mit Tomaten teil.