Geflügelsalat

Beinahe habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit einem Hähnchenrezept ankomme – und dann auch noch so einem omahaften, simplen. Aber ich finde es leider sehr lecker!

Zutaten:

Salat

500g gekochtes Hähnchenfleisch // 1 Fenchelknolle // 2 Orangen // 200 g blaue Weintrauben, entkernt // 150 g Gouda in Würfeln // grob gehackte Walnusskerne // etwas frisches Selleriegrün, gehackt // 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten

Dressing

200 g Crème fraîche // 3 EL Mayonnaise // Saft von 1 Zitrone // Abrieb von einer halben Zitrone // Saft von 2 Orangen // Salz // 1 EL Zucker

Für den Salat Geflügelfleisch und Fenchelknolle würfeln, die Orangen schälen und von ihrer weißen Trennhaut befreien, stückeln, die Weintrauben halbieren und alles mit Gouda, Sellerie und Frühlingszwiebeln mischen.

Für das Dressing Crème fraîche, Mayonnaise, Orangensaft, Zitronensaft und -schale mischen, mit Salz und Zucker abschmecken.

Die Salatzutaten mit dem Dressing mischen, gekühlt durchziehen lassen und mit gehackten Walnusskernen garnieren.

 

 

 

12 von 12 im Juni 2017

Es gibt Tage, die beginnen einfach seltsam. Der Himmel sieht aus, als hätte jemand einen Eimer Putzwasser mit Schwung über den ganzen Horizont gekippt.

Der Rest entspricht dem Himmel.

Nun möchte ich aber nicht meine schlechte Laune dokumentieren. Stattdessen habe ich mir überlegt, meine alte Leidenschaft für Listen wieder wachzurütteln. Im jetzt!-Magazin der SZ gab es früher auf der letzten Seite eine Liste, die hieß „10 Gründe, warum es sich diese Woche zu leben lohnt“.

In diesem Sinne heute: 12 Fotos für 12 Gründe, warum auch ein verkorkster Montag trotzdem lebenswert sein kann.

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1. die rosa Nase von Prinzessin Lamy
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2. sich nicht an die Regeln halten
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3. mit einem Kind in alle Pfützen springen, die man finden kann
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4. auf die allererste Seite eines neuen Notizbuchs schreiben
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5. das Lieblingskochbuch blind aufschlagen und kochen was da steht
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6. ein Lob für etwas bekommen, dass man gerne macht
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7. durch die Stadt fahren, Musik hören, die Leute um einen herum angucken und merken, dass man in diesem Augenblick im Leben genau richtig ist
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8. mit „je ne veux pas travailler“ von Pink Martini wach werden
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9. richtig ausgeschlafen wach werden
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10. einen Nachbarn auf der Strasse grüssen, den man vom Sehen kennt und an dem man normalerweise grußlos vorbeigeht
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11. etwas Analoges tun
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12. nicht recht haben wollen

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty 12 von 12 von Caro von Draußen nur Kännchen teil. Alle weiteren 12 von 12s des Monats Juni findet ihr hier und meine bisherigen 12 von 12s an dieser Stelle.

Himbeer-Erdbeer-Joghurt -Eis

Mit diesem Nachtisch habt ihr das Sommerdessert-Los gezogen! Besonders cremig wird das Eis mit selbstgemachtem Sahnejoghurt.

Zutaten:

300 g Erdbeeren

300 g Himbeeren

4 EL Zucker

300 g Joghurt

Saft von einer Zitrone

200 ml Sahne

Ausserdem: Eisförmchen oder kleine Becher

100 g Erdbeeren in sehr kleine Würfel schneiden und beiseitestellen. Die Übrigen Erdbeeren mit Himbeeren, Zitronensaft und Zucker pürieren. Ein Drittel der pürierten Masse beiseitestellen. Den Rest mit Joghurt mischen. Sahne steif schlagen und mit den Erdbeerwüfeln unter die Joghurtcreme heben. Auf die Förmchen verteilen und mindestens 5 Stunden im Tiefkühlfach gefrieren lassen.

Das Eis aus den Förmchen lösen und mit dem restlichen Fruchtpüree garnieren. Nun wieder einfrieren, bevor es serviert wird oder gleich essen.

Besonders lecker: Eis wie ein Parfait vor dem Essen 10 Minuten antauen lassen, so ist es schön cremig und weniger hart.

Als Förmchen verwende ich Mini-Gugelhupfformen aus Silikon, die fassen eine großzügige Portion und das fertige Eis lässt sich leicht lösen.

Wer lieber Eis am Stiel mag, lässt das Eis zunächst 45 Minuten anfrieren und steckt dann kleine Holzstäbchen oder Löffel in die angefrorene Eismasse. Danach friert das Eis 4 Stunden weiter wie gehabt.

 

 

 

 

Kräuter-Brioche

Yotam Ottolenghi schreibt in seinem Buch Das Kochbuch, „Für Erfolg beim Brotbacken sind laut unserem Backexperten Jim Webb folgende Eigenschaften gefragt: Genauigkeit, Behutsamkeit, Geduld und Wärme. Wenn Sie mich fragen, dann sind das generell erstrebenswerte Eigenschaften.“

Schön, oder? Aber manchmal habe ich von meiner schludrigen Arbeitsweise profitiert. Einmal habe ich die Angaben so unaufmerksam gelesen, dass ich die dreifache Menge Butter verwandte. Statt eines Zupfbrots glibschte ein buttriger Klumpen auf den Tisch, unter Rettungsversuchen mit Kräutern und Mehl entwickelte sich die Idee zu einem Kräuter-Brioche. Und das ist dann auch schon wieder schön.

Nicht vergessen: Briocheteig muss einen Tag vor dem Backen angesetzt werden, da man ihn im Kühlschrank gehen lässt, das gilt es in seiner Zeitplanung zu bedenken.

Zutaten:

500 g Dinkelmehl // Salz // 20 g frische Hefe // 1 EL Zucker// 200 ml lauwarme Milch // 3 Eigelb // 200 g kalte Butter, in grobe Würfel geschnitten // 1 Knolle chinesischer Knoblauch //5 EL gemischte Kräuter: Thymian, Rosmarin, Salbei, fein gehackt

Mehl mit 1/2 TL Salz mischen und auf dem Tisch auftürmen, eine Mulde hineindrücken. Hefe in eine Schale bröckeln und vorsichtig mit Zucker und 5 EL lauwarmer Mich verrühren, dann in die Mulde gießen. Diesen Vorteig gute 10 Minuten gehen lassen, bis sich Blasen bilden.

Die restliche Milch, die Eier und die Buter portionsweise hinzugeben und mit den Händen gut durchkneten. Dieses Durchkneten – Wirken – ist das wichtigste am ganzen Prozeß. Darauf achten, dass die Butter ganz vom Teig aufgenommen ist, bevor die nächste Portion hinzugefügt wird. Den Teig eventuell zwischendurch mit Mehl bestäuben. Wenn die gesamte Butter eingearbeitet ist, wird das Brot noch eine weitere halbe Stunde gewirkt, dabei soll kein weiteres Mehl mehr eingearbeitet werden, denn sonst würde der Prozeß von vorne beginnen. Der Teig soll nun frei von sichtbaren Butterklümpchen sein und seidig glänzen. Eine glatte Kugel daraus formen.

Den Teig in eine leicht gefettete Schüssel legen und abgedeckt, bei Raumtemperatur eine Stunde gehen lassen.

Danach für 16 – 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Teig nicht noch einmal durchwirken, sondern lediglich einige Male falten und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem 1 cm dicken Rechteck ausrollen. Knoblauch fein hacken. Teigplatte mit Kräutern und Knoblauch bestreuen, mit Salz würzen. In ca. 7 x 7 cm große Quadrate schneiden. Eine gebutterte Kastenform mit etwas Mehl ausstäuben, senkrecht aufstellen und die Teigplatten in die Form schichten. Form wieder aufrichten, abdecken und an einem warmen Ort nochmals 2 Stunden gehen lassen.

Ofen auf 175 ° C vorheizen. Eine Schüssel mit Wasser auf den Ofenboden stellen. Den Teig mit etwas verquirltem Ei bestreichen und die Form in den heißen Ofen stellen. Auf der zweiten Schiene von unten 50 Minuten backen, evtl. gegen Ende mit Backpapier abdecken. Die Brioche sollte schön gebräunt sein. Hin und wieder eine Garprobe durchführen. Herausnehmen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen.

 

 

Und ja, Brotbacken ist eine gute Übung für Geduld und Sorgfalt. Und Zeitmanagement. Natürlich vergesse ich regelmäßig, genug Zeit einzuplanen und überspringe das Gehenlassen im Kühlschrank. Die Brioche gelingt trotzdem ganz gut. Das schon, die Krume, ihr besonderes Merkmal, ist weniger zart.

 

 

 

überbackener Spargel

Bei weißem Spargel muss ich immer an die Hatifnatten denken.
Aus grünem Spargel kann man schnelle, unkomplizierte Tapas braten: In kurzen Stücken wird der grüne Spargel in Olivenöl gebraten und kräftig gesalzen.
Sein fader weißer Bruder ist leichter zu ertragen, wenn er sich mit anderen zusammenschließt. Hier hält er sich bedeckt.

1 kg frischer weißer Spargel, geschält // 5 Tomaten // ca. 8 EL Parmesan, frisch gerieben // Meersalz, Zucker, Pfeffer // ein paar Thymianzweige // 5 EL Olivenöl

Spargel in kochendem Wasser mit etwas Salz und einer Prise Zucker ca. 15 Minuten garen. Danach sehr gut abtropfen lassen und in eine Auflaufform legen.

Tomaten häuten, in Scheiben schneiden und auf dem Spargel verteilen.

Olivenöl mit 1 EL Zucker, 1 TL Meersalz, den abgezupften Thymianblättchen und reichlich frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer vermischen. Die Mischung über die Tomaten träufeln. Den Parmesan darüber verteilen. Im Backofen bei 200 ° schön goldbraun backen.

 

 

 

Dieses Rezept ist ein Beitrag zur Blogparade „Königsgemüse“ von Tonistrendlupe.

Marmorierte Beerencreme

Beerenpüree:

250 g Erdbeeren // 250 g Himbeeren // 4 EL Puderzucker // Saft von 1 Zitrone

Quarkcreme:

250 g Joghurt // 4 EL Vanillezucker // 2 EL Zitronensaft // 500 g Mascarpone // 250 g Quark // Zitronenmelisse

Für das rote Muß: ein paar Erdbeeren beiseite legen, alle anderen Früchte mit Puderzucker und Zitrone pürieren.

Für die weiße Creme den Quark, Vanillezucker, Zitrone, Mascarpone und Joghurt verrühren.

Rote und weiße Creme abwechselnd in Gläser schichten. Anschließend mit einer Gabel vorsichtig, von innen beginnend, spriralförmig durchziehen.

Mit den restlichen Erdbeeren und Zitronenmelisse garnieren.

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