Bärlauch-Paste

Man könnte Bärlauch ein Superfood nennen, aber das klingt so übertrieben potent, nicht einmal von grünem Kryptonit zu beeindrucken. Superfood und danach lange nichts. Dabei wächst gerade im Frühling auf jeder guten Wiese und in jedem besseren Wald mehr Superfood – wollen wir einmal bei diesem Ausdruck bleiben – als superfoodforyou je erfinden könnte. Alle gesundheitlichen Vorteile und die große Anzahl an Nährstoffen hin oder her, Bärlauch ist gesellig, er mag Wälder und lichten Schatten. Nadelbäume schätzt er nicht. Das macht ihn besonders sympathisch.

Wenn er sich wohlfühlt, verbreitet er sich auch im Garten fröhlich weiter und entpuppt sich als unproblematisch und gar nicht divenhaft.

Super ist er vielleicht vor allem, weil sich mit Bärlauch so gut wie jedes Essen veredeln lässt: Bärlauchpaste ist gut für Marinaden oder Quark, zu Spaghetti oder als Brotaufstrich.

150 g Bärlauch

50g Sesamsaat

10 g Salz

150 ml Olivenöl

Die Blätter jung sammeln (abschneiden, nur ein bis zwei Blätter pro Pflanze und natürlich nicht verwechseln mit den giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen) und ohne Stiele schneiden, waschen und in einem Küchentuch trockenschleudern. Die Sesamsaat in einer Pfanne ohne Fett rösten und in einer großen Schüssel mit Salz und Olivenöl verrühren. (Das Salz löst sich auf, wenn die kleingehackten Bärlauchblätter zugegeben werden). Die Bärlauchblätter in kleinen Portionen aufeinanderlegen und zunächst in feine Streifen schneiden, dann quer in noch feinere Streifen schneiden (nicht pürieren, dadurch verliert der Bärlauch viel von seinem Aroma, kann sogar bitter werden, wenn er zu stark gequetscht wird). Bärlauch mit dem Sesam-Öl-Gemisch verrühren. Ausgekochte Gläschen mit gut schließenden Deckeln mit der Paste füllen und die Oberfläche glattstreichen. Bei Gläsern, die nicht sofort verbraucht werden, die Innenränder mit Küchenpapier säubern und den Inhalt mit einer dünnen Ölschicht versiegeln.

Die Würzpaste hält sich im Kühlschrank (dunkel und kühl) mehrere Monate.

Dieses Rezept ist ein Beitrag zum #VeggieKochevent – Frühjahr 2017.

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