12 von 12 im März

Heute ist Sonntag und alle anderen schlafen noch. Nun, fast alle.

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Wenn alle noch schlafen, habe ich Zeit für mein Morgenritual. Die Küche ist aufgeräumt, ich habe den Pressespiegel überflogen und mir einen Eiskaffee gemacht und setzte mich mit ein paar Artikeln aufs Sofa. Noch bevor ich die erste Spalte gelesen habe, schiebt sich ein Buch durch die Tür und das Biest dahinter kräht: „Lesen!“.

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Ein halbes Buch später erinnere ich mich daran, dass ich vor langer Zeit schon allein deshalb viele Kinder wollte, um wieder ungehemmt Kinderbücher lesen zu können (das geht vielleicht auch so, aber wer macht das schon? Ich nicht. Ich komme ja schon mit Kindern viel zu selten dazu). Ich fühlte mich in diesem Grund bestätigt.

Mein Lieblingssatz an diesem Morgen: Too-ticki zu Mumin (Winter im Mumintal): „Alles ist sehr ungewiß, und daß finde ich beruhigend.“

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Danach lesen wir noch in unserem geheimen Lieblingsbuch. Es heißt „Kindermund“. Dort sammele ich Sachen, die meine Kinder so sagen, seit sie sprechen können. Die Idee stammt aus den „Vorhand Auf!“-Heften, dort können Eltern Kinder-Kommentare einschicken, die dann veröffentlicht werden und ich liebe sie. Unsere eigenen sind bisher Privatsache, auch wenn das sicher nicht sehr moralisch ist, dass ich mich an denen der anderen erfreue und meine eigenen nicht abgebe – sie wurden bisher nur mündlich überliefert.

Nachmittags ist Geburtstag feiern bei Freunden angesagt, weshalb wir die verbleibenden Stunden mit Kochen und Backen verbringen.

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Mein Lieblingsmitbringnachtisch: Geeiste Himbeeren.

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Ich will etwas Sinnvolles schreiben. Mir fällt aber nichts ein. Ich durchforste ein altes Tagebuch und bin entsetzt.

Irgendeine unverständliche Geschichte von einer Bande pathetischer Versager namens Franz Branntwein, Ragna Gin, Tinka Tequila und Friederike Eierlikör… Die Frage dreht sich immer darum: Wer ist die traurigste Gestalt dieser Woche?

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Ein literarischer Rachefeldzug gegen einen ehemaligen Dozenten: …mit 19 hatte er Abi, dann hätte er zum Bund gemusst, hat er aber verweigert – um sein Eliteköpfchen zu rettten. Studium auf Lehramt, ist dann aber an der Uni geblieben. Klar, das Lehramt musste seine Frau übernehmen…

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Ein weiterer Versuch heißt „Malle Babbe“. Malle Babbe hat zwei Träume. Ein Kleid von Yinka Shonibare und sich von Clic Clac Baby porträtieren lassen…

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Dazu passt es vielleicht, dass wir heute auf der Rückfahrt unbedingt am Straßenrand halten mussten, weil wir die Kulisse so kurios fanden.

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Scherenschnittbäume vor Sonnenuntergang, gespickt mit Windrädern.

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Noch mehr 12 von 12 gibt es hier bei Caro von Draußen nur Kännchen und meine bisherigen 12 von 12 an dieser Stelle.

 

 

 

 

 

 

 

 

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