Adventskalender

Bisher war ich gegen Adventskalender mit Füllung. Ein Bild für jeden Tag, das musste reichen. Ich wollte nicht einsehen, weshalb die mit Geschenken ohnehin schon Überschütteten auch noch in den Wochen davor jeden Tag „eine Kleinigkeit“ bekommen sollten. Und Süßigkeiten schon mal gar nicht. Als gäbe es davon jetzt nicht schon genug. Dann hat mich meine eigene Unorganisiertheit geschlagen. Ich dachte, ich hätte noch einen Bildchenkalender vom letzten Jahr (da bekam ich einen geschenkt und hatte schon einen besorgt).

Natürlich protestieren meine Mitbewohner regelmäßig gegen die Bildchenkalender. Dabei sind sie sehr schön. Vom Verlag Freies Geistesleben, die kann ich nur empfehlen. Reicht aber nicht. Denn schenkt man meinen Mitbewohnern Glauben, sind sie die einzigen Kinder auf der Welt, die nur einen Kalender mit Bildern haben. Alle anderen bekommen jeden Tag kleine Geschenke. Sehr große kleine Geschenke sogar. Und mindestens Schokolade. Das ist sehr unfair.

Aber dieses Jahr wurde daraus nichts. Ich hatte nämlich keinen Bildchenkalender mehr. Ich fand ihn nicht. Und leider hatte ich die Suche danach auch erst am Abend vor dem ersten Dezember initiiert. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? In einem ersten Anflug von Wahnsinn habe ich tatsächlich überlegt, selbst einen zu malen. Hab die Idee aber erworfen. Bin dann bei DaWanda auf eine super Anleitung gestoßen. – Das ist jetzt leider etwas spät, aber wer schon gut organisiert fürs nächste Weihnachten sucht, dem empfehle ich diesen hier. Den fand ich superschön und supereinfach.

Aus Tonpapier (silber, gold und kartonfarben) habe ich 24 Hütchen in drei unterschiedlichen Größen gebastelt. Da bin ich von der Anleitung abgewichen. Papier war mir genug, ich habe die Hütchen dann nicht noch mit Filz umklebt. Auf jedes Hütchen kam eine Zahl auf einem weißen Kreis. Dann noch ein paar kleine Zapfen drumherum um die Hütchentannen und Schnee in Form von Heilwolle. Fertig.

Ach ja: Füllmaterial hatte ich auch nicht vorrätig. Bis auf eine Tüte Schokohimbeeren. (Es wurde dann doch süßes Zeug). Nun, solange etwas unter der ersten Tanne lag …

An etwas anderes hat auch niemand geglaubt. Dazu sind sie noch zu unschuldig. Und es hätte auch niemand gewagt, das Gegenteil zu beweisen. Sie sind immerhin schon so alt, dass sie sich nicht selbst die Freude kaputtmachen wollen.

Das klingt abgebrüht. Das täuscht. Ich bin sehr froh, dass ich meinem chaotischen, prokrastinationskranken Wesen ein Schnippchen geschlagen und keine Enttäuschung heraufbeschworen habe. Den Kindern gefällt er sehr – Tausend Dank an Nina B. von DaWanda!

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